Draussen vor der Tür

Beckmann kehrt mit steifem Knie und grotesker Gasmaskenbrille aus sibirischer Kriegsgefangenschaft in seine Heimatstadt Hamburg zurück, findet bei seiner Frau aber kein Zuhause mehr, denn ein anderer Mann hat seinen Platz eingenommen. Daraufhin stürzt sich Beckmann in die Elbe, die ihn jedoch wieder ausspuckt. Sein anderes „Ich“ - das lebensbejahende und optimistische Alter-Ego fordert ihn ebenfalls auf weiter  zu leben.

Ein Mädchen findet ihn und nimmt ihn mit zu sich nach Hause. Doch plötzlich steht ihr verschollener Mann einbeinig und auf Krücken vor der Tür.

Beckmann verlässt das Mädchen überstürzt und besucht seinen ehemaligen Oberst. Er will ihm die Verantwortung für einen Spähtrupp zurückgeben, die der Oberst ihm im Krieg übertrug. Von diesem Spähtrupp starben elf Männer und Beckmann gibt sich die Schuld an ihrem Tod. Aber der Oberst hält ihn für verrückt und lacht ihn aus.

Ein Kabarettdirektor, bei dem sich Beckmann mit traurigen Liedern über den Krieg Arbeit suchen will, lehnt ihn ab, weil die Wahrheit über den Krieg keinen mehr interessiert.

Beckmann erinnert sich an seine Eltern und will sie besuchen. Es öffnet ihm jedoch eine Frau Kramer die Tür und erzählt ihm, dass seine Eltern sich umgebracht haben.

Beckmann verliert allen Lebenswillen und legt sich zum Sterben auf die Strasse. Er schläft ein und begegnet im Traum Gott, dem Tod, dem Oberst, dem Direktor, Frau Kramer und dem Mädchen. Er beschuldigt sie als seine Mörder, denn alle ausser dem Mädchen wollen ihn auf der Strasse liegen und sterben lassen. Schliesslich kommt der Einbeinige und fordert von Beckmann Rechenschaft. Er ist in die Elbe gegangen, weil er sich durch Beckmann ersetzt sah. So ist der ermordete Beckmann ebenfalls zum Mörder geworden.

Beckmann wacht auf...

 
Herr Kolpert