Kurt Weil

Kurt Weill wird am 2. März 1900 als drittes von vier Kindern einer jüdischen Familie in Dessau geboren. Sein Vater Albert Weill ist Kantor in der Dessauer Synagoge. Nach dem Abitur 1918 beginnt Weill ein Studium an der Berliner Hochschule für Musik. (Sein Lehrer im Fach Komposition ist Engelbert Humperdinck.) Aber schon Mitte des darauffolgenden Jahres muss er das Musikstudium aus finanziellen Gründen abbrechen und kehrt nach Dessau zurück. Hier wird er Korrepetitor am Dessauer Friedrich- Theater. Im Jahr darauf arbeitet er einige Monate als Kapellmeister in Lüdenscheid. Er dirigiert Opern, Operetten und Singspiele. Im September 1920 kehrt Weill zum Studium nach Berlin zurück. Dort spricht er mit dem berühmten italienischen Komponisten und Pianisten Ferruccio Busoni. Dieser macht Weill zu einem seiner fünf Schüler in der Meisterklasse für Komposition an der Preussischen Akademie der Künste. Im Jahre 1926 findet die Uraufführung des Operneinakters “Der Protagonist” in Dresden statt. Der Text stammt von Georg Kaiser. Kurt Weill war seit 1926 mit der Schauspielerin und Chansonsängerin Lotte Lenya verheiratet, einer Interpretin und Protagonistin seiner Werke. Nach einer vorübergehenden Trennung im Jahr 1934 heiratete das Paar 1937 ein zweites Mal. .
Im Jahre 1927 beginnt Weill, mit Bertolt Brecht zusammenzuarbeiten. Aus dieser Zusammenarbeit entstehen in den folgenden Jahren: das Songspiel “Mahagonny” (Uraufführung 1927 in Baden- Baden), “Die Dreigroschenoper” (1928, Berlin) nach der “Beggar’s Opera” von John Gay aus dem Jahr 1728 und die Oper “Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny” (1930, Leipzig). Nach der Machtübernahme in Deutschland 1933 floh Weill nach Paris. In Deutschland fielen seine Werke der Bücherverbrennung im Mai 1933 zum Opfer, 1935 emigrierte Weill in die USA. Am 3. März 1950 stirbt Kurt Weill an Herzversagen in einem Krankenhaus in New York.